Herren 2018/2019

 

Von links nach rechts – oben nach unten:

Max v. Schönfeldt (Abteilungsleiter), Stephan Bühne, Georg Starz, Raphael Tiedeken, Stephan Brandl, Marko Barnjak, Patrick Armbrust, Mladen Baksa

Lasse Kessler, Nico Hinterreiter, Dominik Feht, Felix Schmid, Christian Feht, Andreas Spindler, Thomas Stein, Markus Goldbach

Trainer: Raghvindra Hilsenbeck

Training:
Dienstag: 20:30 Uhr - 22:00 Uhr Realschulhalle Neusäß
Donnerstag: 20:30 Uhr - 22:00 Uhr Realschulhalle Neusäß (Sommer)
Donnerstag: 20:30 Uhr - 22:00 Uhr Gymnasium Neusäß (Winter)

Erster Rückschlag für den Aufsteiger

Im fünften Spiel gab es für die Bezirksliga-Handballer des TSV Neusäß die erste Niederlage. In einer niveauarmen Partie unterlag der Aufsteiger dem TSV Friedberg 4 am Ende doch denkbar knapp mit 22:23 (8:8).

Beiden Mannschaften fehlten wichtige Stützen in Ihrem Spiel, die ungewohnte Sonntagsspielzeit tat wohl ihr Übriges dazu. In der ersten Halbzeit dominierten Glanzlosigkeit im Angriff und die Abwehrreihen samt Torhüter auf beiden Seiten. Die Graf-Schützlinge ließen sich von der Entdeckung der Langsamkeit der Gäste anstecken, kamen nie in Ihr schnelles Spiel, ein klägliches 8:8 gegen einen annährend doppelt so alten Gegner das Halbzeitfazit. Doch die zweite Halbzeit begann vielversprechend, Neusäß machte vom Anpfiff weg Dampf, spielte schöne, schnelle Tore heraus und knüpfte zunächst nahtlos an die gute Abwehrleistung an. Ein 4-Tore-Vorsprung sollte nach 42 Minuten beim 16:12 doch gegen den konditionell vermeintlich schwächeren Gäste ausgebaut werden können. Die zuletzt gebeutelten Friedberger aber hatten einiges dagegen, stoppten die Neusässer Angriffsbemühungen nun vehementer ohne bestraft zu werden und kamen auf der anderen Seite wieder zu einfachen Torerfolgen während die schwarz-roten Ihre Chancen nicht mehr konsequent herausspielten und vergaben. Dieses Treiben gipfelte schließlich in der Führung 12 Sekunden und einer (dunkel)roten Karte eine Sekunde vor Schluss für Friedberg. Ein möglicher Ausgleichstreffer wurde durch eine unnötig brutale Aktion so noch verhindert, äußerst fraglich auf diesem Niveau. Der TSV Neusäß war zu naiv, sich seiner Sache zu früh zu sicher und kann am Ende froh sein, nur die zwei Punkte verloren zu haben.

Herren weiterhin ungeschlagen!

Zum Zweiten mal binnen 7 Tage hieß der Spielort Anton-Bezler-Halle in Göggingen. Diesmal traten die Grafschützlinge als Gastmannschaft gegen die heimische Reserve aus Göggingen an. Der BOL Absteiger verzeichnet nach dem Gang in die Bezirksliga einige Abgänge, war dennoch sehr gut und vor allem mit einem wurfgewaltigen Florian Pfänder aufgestellt und ging als klarer Favorit in die Partie. 

Die junge Mannschaft um Kapitän Patrick Diepold ließ die Gögginger nie davon ziehen und konnte sogar einen 5 Tore Vorsprung umwandeln. Der 4 Tore Vorsprung für die Heimmannschaft zur Halbzeit ging soweit auch in Ordnung.

 Denis Graf rief seinen Schützlingen noch mal das gelernte Konzept in die Köpfe und gab Ihnen mit auf dem Weg, dass die letzten 10-15 Minuten in diesem Spiel ausschlaggebend für den Punktgewinn wären.  Gesagt getan - mit einigen Tempogegenstößen und schnellen Angriffen gingen die Schwarz-Roten in Führung und gaben diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Auch durch einige merkwürdigen Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten, ließen sich die Schmuttertaler nicht aus dem Konzept bringen und überstanden einige Unterzahlsituationen.

 Auch die Situationen in Numerischer Überzahl wurden konsequent genutzt und Mladen Baksa im Tor entwickelte sich als Sieben-Meter-Killer. 4 von 5 Siebenmetern wurden vom „Alten Mann" entschärft. Schlussendlich stand ein 29:31 Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel und der Aufsteiger aus Neusäß steht weiterhin als einzige Mannschaft in der Liga mit 8:0 Punkten da. Trainer Graf stand nach dem Spiel strahlend am Seitenrand des Spielfeldes und freute sich auf weitere 2 Punkte gegen den Abstieg. 

Am kommenden Samstag haben die Spieler ein freies Wochenende, bevor es am Sonntag den 08.11.2015 um 16:00 Uhr gegen die VIERTE Mannschaft aus Friedberg in der heimischen Eichenwaldarena geht. (ch)

Neusässer Handballer mit erstem Ausrufezeichen

Den Bezirksliga Handballern des TSV Neusäß gelingt als Aufsteiger ein Traumstart in die Saison. Im Derby gegen den BOL-Absteiger und Top-Aufstiegskandiaten 1871 Augsburg holten die Graf-Schützlinge mit einem 26:24 (12:13) den dritten Sieg im dritten Spiel und bescherten Ihrem Trainer das schönste Geburtstagsgeschenk.

Den ersten Aufreger im ersten Derby der beiden Mannschaften seit 5 Jahren gab es gar schon vor dem Anpfiff. Denn da der Verband offenbar keine Schiedsrichter für das Spiel eingeteilt hatte, mussten aus der Reihe der zahlreich erschienenen Zuschauer zwei Freiwillige für diese mehr als undankbare Aufgabe gefunden werden. Für alle Beteiligten eine unangenehme Situation, die jedoch einvernehmlich gelöst wurde.

Als dann endlich der Ball im Spiel war wurde dem TSV Neusäß schnell deutlich gemacht, dass dieses Spiel keines wie die letzten werden wird. Die Gäste zeigten ihre jahrelange Erfahrung aus der höheren Liga, spielten ein starke Abwehr und erzielten oft einfache Tore durch Einzelaktionen aus dem Rückraum. Die Schmuttertaler taten sich schwer, mussten sich jedes Tor hart erarbeiten und blieben nur Dank einer guten Torwartleistung bis zum 7:7 auf Augenhöhe. Als 1871 dann aufs Tempo drückte und der TSV seine Chancen nicht nutzen konnte erspielten sich die Gäste erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung. Trainer Graf reagierte, nahm die Auszeit und stellte sein Team so gut auf die Schlussphase der ersten Hälfte ein, dass es sich wieder auf 12:13 herankämpfte.

Dass der TSV gereift ist und auch mit Rückständen umzugehen weiß, zeigte sich in der zweiten Halbzeit. Die Hausherren drückten wieder aufs Tempo, kamen schnell zum Ausgleich und konnten beim 19:18 sogar wieder einaml in Führung gehen. Die Gäste fingen nun an, mit den Entscheidungen der Ersatz-Schiedsrichter zu hadern, verloren etwas den Faden, so dass die schwarz-roten bis auf 23:18 davonziehen konnten. Die aber bis zum Schluss kämpferischen Augsburger gaben nie auf, hielten den Druck weiterhin enorm hoch, erzielten selbst in doppelter Unterzahl Treffer und verkürzten bis zum Endstand nochmals auf 26:24. „Das war ein Sieg des Willens heute, ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben noch nichts erreicht, bis zum Klassenerhalt wird es noch ein weiter Weg, aber so etwas wie heute gibt natürlich Selbstvertrauen,“ so der jetzt 44-jährige Denis Graf. Bereits am Samstag hat es Neusäß wieder mit einem BOL-Absteiger zu tun, diesmal auswärts bei der Reserve des TSV Göggingen.

Gelungene Heimpremiere

Auch im zweiten Spiel nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga gelingt den Handball-Herren des TSV Neusäß ein Sieg. Gegen eine junge und vor allem kämpferisch gute zweite Mannschaft des TSV Schwabmünchen setzten sich die Schmuttertaler dennoch weitgehend ungefährdet mit 30:26 (17:10) durch.

Nach dem hohen Auftaktsieg musste Trainer Graf allerdings personell umplanen, denn gleich drei Stammkräfte aus der Vorwoche fielen beim ersten Heimspiel aus. Dennoch konnte er einen kompletten Kader aufbieten und seine neue Startaufstellung war bestens auf die offensive 3:2:1 Abwehr der Gäste eingestellt.Immer wieder zerpflückte der Neusässer Angriff die Abwehrbemühungen der jungen BOL-Reserve, wieder wurden von allen Positionen wunderbar herausgespielte Tore erzielt. Diese neue Ausgeglichenheit im Kader der Neusässer macht es den Gegnern deutlich schwerer zu verteidigen. Und auch die Defensiv-Leistung, zumindest aus dem Positionsspiel heraus, wirkte gefestigter als noch in der Vorwoche. Vor gut besuchten Zuschauerrängen reichte es zu einer komfortablen und von den Fans umjubelten 17:10 Führung zur Halbzeit.

Trotz einer doppelten Unterzahl gelang es den Vorsprung anschließend sogar noch auf 20:10 auszubauen, ehe dem hohen Tempo so langsam Tribut gezollt werden musste. Während Neusäß nun unerklärlicherweise mit manchen Schiedsrichterentscheidungen haderte und etwas den Faden verlor, kämpften sich die jungen Gäste Gegenstoß um Gegenstoß zurück ins Spiel. Schwabmünchen zeigte damit klar auf, warum das sogenannte „Junior Team“ sich seit Jahren in der Bezirksliga etablieren kann: Tempo und Kampfgeist. Zu oft aber auch doch eine gewisse Unerfahrenheit, die am Ende zu einem ausgeglichenen Zeitstrafenkonto beider Mannschaften und dem letztlich ungefährdeten 30:26 Heimsieg für die Graf-Schützlinge führte. „Wenn wir die Klasse halten wollen, müssen wir halt auch unsere Heimspiele gewinnen. Das ist schon ein gewisser Druck. Ich bin sehr stolz auf mein Team heute, der Sieg war in dieser Art und Weise und unter diesen Umständen nicht unbedingt  zu erwarten,“ so sein Resümee.

Den Herren gleich getan hat es die männliche A-Jugend, die ihre Gegner aus Meitingen mit 40:19 distanzierte. Die Damenmannschaft allerdings verlor ihr erstes Saisonspiel leider klar gegen die zweite Garnitur des VSC Donauwörth 15:26.

TSV Neusäß trotzt den Umständen

Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga gelingt den Neusässer Handballern mit ihrem neuen Trainer Denis Graf ein Einstand nach Maß. Beim Mitaufsteiger TV Gundelfingen 2 wurde ein weitgehend ungefährdeter und unerwartet souveräner 38:27 (19:13) Erfolg eingefahren.

Dabei plagen die Verantwortlichen auf beiden Seiten seit Wochen die gleichen Probleme, stark eingeschränkte Trainingsmöglichkeiten aufgrund von Hallenbelegung als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge. „Zur Zeit greift noch ein Notfalltrainingsplan für alle, der jeder Mannschaft wenigstens einmal pro Woche Training garantiert. Das funktioniert aber nur noch 2-4 Wochen, dann drängen auch andere Sportarten wieder in die Hallen und werden Kapazitäten fordern, wo eigentlich kaum welche sind. Hier werden alle Sportler in Neusäß erhebliche Abstriche machen müssen,“ erklärt TSV Abteilungsleiter Michael Korn.

Unbeeindruckt aller Umstände zeigte sich seine Mannschaft am Sonntag in der kleinen Brenzhalle, in die der TVG gezwungenermaßen ausweichen muss. Von Beginn an entwickelte eine rasante und zumindest für die Zuschauer spektakuläre Partie. Beide Mannschaften zeigten, wie schon im Vorjahr, ein ordentliches Tempo, dass aufgrund der prallgefüllten Ersatzbänke auch bis zum Ende durchgezogen wurde. Dem TSV gelang es jedoch besser und konsequenter, alle Positionen in Szene zu setzen und zur Freude von Trainer Graf die technischen Fehler und Fehlwürfe auf ein relatives Minimum zu begrenzen. Die Abwehrleistung ließ allerdings ein wenig zu wünschen übrig, Licht und Schatten wechselten hier genauso schnell und unvorhersehbar wie in mancher Disko. Dennoch gab es zu keinem Zeitpunkt einen Bruch im Neusässer Spiel, über 11:9 erarbeitete sich der TSV bis zur Halbzeit einen 6-Tore Vorsprung zum 19:13. Nicht einmal durch einige 2-Minuten Strafen in der zweiten Hälfte ließen sich Gäste, die erstmals ganz in schwarz angetreten waren, aus der Ruhe bringen. Als der TVG nochmal auf 29:24 herankam, zündete der TSV wieder seinen Turbo bis zum Ende und siegte unerwartet deutlich aber hoch verdient mit 38:27. Dieser Sieg sollte Selbstvertrauen geben im Kampf um den Klassenerhalt. Am zweiten Spieltag, am Tag der deutschen Einheit, erwarten die Neusässer um 19:30 Uhr den TSV Schwabmünchen in der Eichenwaldhalle zur Heimpremiere.