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Damen überrennen Königsbrunn

Am 24.2. waren die Damen zu ungewöhnlich später Stunde beim Tabellenvorletzten in Königsbrunn zu Gast. Das Hinspiel hatte Neusäß mit dem Siegtreffer in letzter Sekunde nur knapp gewonnen (26:25), daher hatte man sich gut auf den Gegner vorbereitet und trat mit beinahe vollem Kader hochmotiviert an.

Die positive Stimmung im Team sowie der Trainingsfleiß der letzten Wochen spiegelten sich auch auf dem Feld wider und so ließen die Gäste von Beginn an keinen Zweifel daran, wofür sie angereist waren und dominierten das Spiel klar. Während im Angriff Tor um Tor fiel, ließ eine überragende Abwehrarbeit mit schnellem Rückzugsverhalten beinahe jeden Versuch der Königsbrunner Offensive ins Leere laufen. Den Rest erledigte Nicole Hafner, die ihr Tor für diesen Tag zugenagelt hatte und lange Zeit weder vom Siebenmeterpunkt noch durch freie Würfe oder einen Tempogegenstoß zu überwinden war. Ganze 21 Minuten hielt Neusäß die Null und ging mit 0:9 in Führung, bis dann doch ein gegnerischer Strafwurf seinen Weg ins Netz fand. Die Offensive zeigte währenddessen schöne Anspiele über den Kreis, Tore aus dem Rückraum sowie von außen und überrannte die Gastgeberinnen ein ums andere Mal. Ein 4:14-Halbzeitstand war das deutliche Ergebnis, das weder Neusäß noch Königsbrunn so ganz fassen konnte.

Auch nach der Pause und einem Wechsel zwischen den Pfosten brach der Lauf der Schwarz-Roten nicht ab. Torhüterin Jenny Ingrisch parierte ebenfalls drei von vier Siebenmetern und brachte die Königsbrunner Schützinnen wiederholt zur Verzweiflung. Im Angriff wurde weiterhin ein hohes Tempo gespielt und so der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut (7:20, 13:27, 15:31). Vor allem Nadine Langenwalter zeigte, dass der Knoten nach der langen Verletzungspause geplatzt war, lieferte eine hundertprozentige Siebenmeterquote und erzielte insgesamt 14 Tore. Auch wenn in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so konsequent verteidigt wurde wie in der ersten, holten sich die Damen mit ihrer bisher besten Mannschaftsleistung einen überragenden 16:33-Sieg und erreichen somit vorzeitig das Saisonziel Klassenerhalt. Trainer Möller zeigte sich hochzufrieden: „Ich musste überhaupt nicht coachen, sondern einfach nur dafür sorgen, dass jeder seine Spielzeit bekommt. Klasse!“

Mit derselben Energie wollen die Damen am 9.3. beim letzten Heimspiel der Saison die DJK Augsburg-Hochzoll empfangen (17.30 Uhr, Eichenwaldhalle). Die Mannschaft freut sich auf viele Zuschauer!

Es spielten: Nicole Hafner, Jenny Ingrisch (Tor); Maria Springer (1), Lisa Thiel (6), Isabella Kerestes, Vanessa Kalischko (1), Nadine Langenwalter (14/6), Lea Holzmann (2), Laura Göttlicher, Katja Stieglmeier (3/1), Simone Fuchs, Nicola Ludwig (3), Sarah Mahle (3)

mA erkämpft ein Unentschieden

Am Samstag, den 17.02.2024, spielte unsere mA-Jugend gegen die Gleichaltrigen aus Aichach. Unsere Jungs waren die Einzigen, die an diesem Tag in der Realschulhalle spielten, weshalb sie etwas früher in der Halle sein mussten, um alles Nötige aufzubauen. Dies hat sich dann auch schnell erledigt und die Handballer konnten mit dem Aufwärmen beginnen. Die Tribüne füllte sich und das Spiel konnte rechtzeitig um 18:00 Uhr beginnen. Die A-Jugend ging gleich im ersten Angriff in Führung. Diesen Torvorteil konnte sie dann auch bis zur Halbzeit halten (17:15). Nach der motivierenden Halbzeitansprache unserer Trainer Dominik Feht und Thomas Stein ging es in der zweiten Halbzeit gut weiter. Allerdings gelang Aichach das 20:20 in der 35. Minute und die Gäste konnten das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Ein Grund dafür war eine lückenhafte Neusässer Abwehr für wenige Minuten. Aber das ist Handball und diese kurzzeitige Führung hielt nicht lange an, denn Neusäß holte immer weiter auf. Die letzten Spielminuten waren spannungsgeladen und hart umkämpft. Am Ende des Spiels trennten sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden (36:36). Das Spiel war ausgeglichen und die Mannschaften schenkten sich nichts. Alles in allem ein guter Ferienabschluss.


Es spielten: David K. (Tor); Niclas F. (4), Erik M., Liam S. (5), Domenik M. (10), Paul E., Erik G. (4), Tobias K. (9), Florian W. (1), Lorenz B. (3)

mA gewinnt hoch gegen Tabellenletzten

Am 3. Februar 2024 trafen der TSV Neusäß und Dinkelscherben in einem packenden Handballspiel aufeinander. Die Halle war gefüllt mit Fans, die auf ein spannendes Duell hofften. Von Anfang an zeigte der TSV Neusäß eine überzeugende Leistung, dominierte das Spielgeschehen und setzte sich bereits in der ersten Halbzeit deutlich ab. Mit schnellen Angriffen und einer soliden Abwehrarbeit erspielten sie sich einen komfortablen Vorsprung. Dinkelscherben kämpfte tapfer, fand aber gegen die starke Defensive des TSV Neusäß kaum ein Durchkommen. Auch in der zweiten Halbzeit ließ der TSV Neusäß nicht nach. Mit konzentriertem Spiel und einer breiten Rotation an Spielern gelang es, den Vorsprung weiter auszubauen. Am Ende setzte sich der TSV Neusäß souverän durch und gewann das Spiel mit einem beeindruckenden Ergebnis von 39:18 gegen Dinkelscherben. Besonders herausragend waren dabei zwei Kempa-Tore, die die Technik und Kreativität des Neusässer Teams unterstrichen. Die Spieler und Fans blicken voller Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen in der Saison.

Es spielten: Niclas F. (2), Erik M. (6), David K., Liam S. (2), Domenik M. (13), Paul E., Erik G. (4), Tobias K. (5), Florian W. (3), Lorenz B. (4)

Damen holen zweiten Heimsieg

Am vergangenen Samstag empfingen die Damen ihre Gegnerinnen vom TSV Niederraunau. Im Hinspiel hatte man gegen die zweite Garde mit 18:22 gewonnen und wollte auch zu Hause wieder punkten. Trotz krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle startete Neusäß mit einem gut aufgestellten Kader optimistisch in die Partie.

Wie so oft dauerte es wieder einige Spielminuten, bis nach einem etwas hektischen Hin und Her der erste Neusässer Treffer fiel. Darauf folgte eine fünfzehnminütige ausgeglichene Phase, in der sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte (8:7). Die Gastgeberinnen verteidigten gut, hatten aber erneut im Angriff ihre Probleme v.a. beim Erkennen, Nutzen und Verwandeln der eigenen Chancen. Noch blieben zu viele Versuche in der gegnerischen Abwehr hängen, bis durch eine Umstellung der Knoten geplatzt schien und vor allem das Spiel über den Kreis immer wieder erfolgreich war. Durch einen Hattrick von Nadine Langenwalter gefolgt von einem Tor von Nicola Ludwig konnte sich Neusäß kurz vor Ende der ersten Halbzeit mit einem 4:0-Lauf erstmals deutlich absetzen (12:7). Mit 12:8 ging es in die Pause.

Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte taten sich die Damen wieder schwer, zurück ins Spiel zu finden. Der fehlende Blick für die Mitspielerin, mangelnde Torgefährlichkeit und zu überhastete Abschlüsse sorgten für zehn torlose Minuten und das Aufholen der Gäste (12:10). Der weiterhin stabilen Abwehr- und Torhüterleistung war es allerdings zu verdanken, dass Niederraunau das Spiel nicht drehen konnte. In den letzten 15 Spielminuten zeigte Neusäß dann wieder eine konzentriertere, strukturiertere Offensivarbeit und auch wenn die Mannschaft mit der gezeigten Angriffsleistung insgesamt noch nicht zufrieden sein kann, freute man sich am Ende über einen verdienten 23:19-Sieg und das Vorrücken auf den vierten Tabellenplatz.

Nach dreiwöchiger Spielpause geht es erst am 24.2. zum Auswärtsspiel nach Königsbrunn. Gegen den Tabellenvorletzten sollen die nächsten zwei Punkte geholt und der Platz im Mittelfeld verteidigt werden.

Es spielten: Nicole Hafner, Jenny Ingrisch (Tor); Lisa Thiel (6), Isabella Kerestes, Vanessa Kalischko, Nadine Langenwalter (6), Lea Holzmann (2), Laura Göttlicher, Katja Stieglmeier, Nicola Ludwig (7), Sarah Mahle (2), Maria Springer

Neusässer Handball-Jugend bei den Lundaspelen 2023 in Schweden

Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages war die Haltestelle des Neusässer Justus-von-Liebig-Gymnasiums der Startpunkt für eine 16-stündige Busfahrt nach Lund in Südschweden, um vom 26.-30.12. an dem größten Jugendhandballturnier der Welt, den Lundaspelen, teilzunehmen, sich dort die Hände einzuharzen und die Zeit bis Silvester mit Handball zu vertreiben.

34 Mitglieder der Handballabteilung des TSV Neusäß mit drei Mannschaften – männliche C-, männliche A- und weibliche C-Jugend, verstärkt durch je zwei Spielerinnen und Betreuer der DJK Augsburg Hochzoll – tauschten zusammen mit zehn Jungs und einem Betreuer der SG 1871 Augsburg/Gersthofen fünf Tage lang die heimische Couch und die Spielekonsole gegen Isomatte mit Schlafsack in einem Klassenzimmer, die Weihnachtsgans gegen Köttbullar und gemütliche Spieleabende im trauten Familienkreis gegen Handballspiele mit gegnerischen Mannschaften. Schon die Eröffnungsfeier am ersten Tag mit Musik und Fahnenpräsentation der teilnehmenden Nationen zeigte die Dimensionen dieses Ereignisses: 774 Teams mit insgesamt 9181 Spieler*innen aus zwölf Ländern – Belgien, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Niederlande, Norwegen, Serbien und Schweden! Die Organisation dieser Mammutveranstaltung mit am Ende 2385 einzelnen Spielen war erstklassig.

Seit vielen Jahren war es für eine Neusässer Jugend die erste Teilnahme an einem internationalen Handballturnier im Ausland. Während sich unsere C-Jungs aufgrund des ungewohnten Harzens und der körperlichen Überlegenheit der Gegner trotz toller Leistung ohne Sieg aus dem Turnier verabschiedeten, schafften es die Mädels in die Play-offs und holten dort gegen JSG Dielheim-Malschenberg einen 17:14-Sieg. Die männliche A-Jugend, die als bunt gemischte U19-Truppe bestehend aus Herrenspielern, A-Jugendlichen, einem Leihspieler vom TSV Haunstetten und teilweise auch aus der C-Jugend antrat, schaffte es ebenfalls in die Play-offs, zog nach dem Sieg gegen TSG Oberursel MJA ins Achtelfinale ein und schied dort gegen TuS Traunreut aus.

Neben den eigentlichen Spielen waren es aber vor allem die Gastfreundschaft der Schweden und die Begegnung mit anderen Mannschaften auf und neben dem Spielfeld, die ungeheuer beeindruckten. Handball ist eine der härtesten und gleichzeitig fairsten Sportarten überhaupt. Diese Merkmale konnte man jeden Tag auf der Platte sehen: trotz des körperbetonten Kampfes um den Ball, der beim ein oder anderen deutlich sichtbare Spuren hinterließ, waren der Handschlag zu Beginn und am Ende des Spieles, das Aufhelfen, wenn jemand zu Boden ging, und die kommentarlose Akzeptanz der Schiedsrichterentscheidungen eine Selbstverständlichkeit. Spielerisch konnten viele Erfahrungen und neue Taktiken im Spiel gegen Mannschaften aus anderen Ländern gesammelt werden, aber das Wichtigste, und das ist auch das Motte der Lundaspelen, waren: Memories for Life!

Neben Steffen Geißendörfer, der die Fahrt organisierte, gilt den mitgereisten Betreuern und unseren Sponsoren PSD Bank München, Kreisjugendring Augsburg und der Stadt Neusäß ein großer Dank! Nur durch die Unterstützung aller war es möglich, den Teams diese Reise zu ermöglichen.

U19 in Lund

Die U19-Handballmannschaft des TSV Neusäß trat als Underdog im Turnier an. Für die bunt gemischte Truppe, bestehend aus Herrenspielern, A-Jugendlichen, einem Leihspieler vom TSV Haunstetten und teilweise auch aus der C-Jugend, war es das erste internationale Handballturnier, an dem sie teilnahm.

Die Aufregung der Spieler war vor der ersten Partie durchaus spürbar. Als sie jedoch auf dem Platz standen, verdrängte die Routine die Nervosität und man bot dem HSG Verden-Aller die Stirn. Dennoch reichte es für keinen Sieg gegen den Oberligisten aus Niedersachen und man verlor 16:20. Das zweite Spiel fand in der Sparbanken Skane Arena statt, in der auch die männliche und weibliche Erstligamannschaft des Gastgebers ihre Spiele austrägt. Gegen das ausschließlich aus 19-Jährigen bestehende Team vom TV Bissendorf-Holte 2 verlor der TSV klar mit 28:12. Dennoch ärgerte sich keiner der Spieler über die hohe Niederlage, vielmehr waren sie stolz darauf, einer Herren-Oberligamannschaft, die unseren Spielern körperlich durchaus überlegen war, die gesamte erste Halbzeit standzuhalten.

Am nächsten Tag standen die letzten beiden Gruppenspiele an. Gegen die Nachbarn vom SG Ulm & Wiblingen konnte man bei der 22:18-Niederlage ebenso wie gegen den ersten internationalen Gegner aus Dänemark keine Punkte holen. Man verlor gegen den TMS Ringsted 4 mit 14:18 und merkte den Jungs an, dass sie wegen der beiden Niederlagen niedergeschlagen waren. Der eigentliche Grund dafür war aber nicht das Verlieren an sich, sondern dass der Gruppenletzte am nächsten Tag das erste Play-off-Spiel am anderen Ende der Stadt hatte. So quälte man sich am vorletzten Tag des Turniers um 5:50 Uhr aus dem Bett und stampfte zur Bushaltestelle. In Lund angekommen musste man noch einen kleinen Fußmarsch zum Bahnhof antreten. Schlaftrunken und müde schlugen wir den falschen Weg ein und konnten den Zug nur erreichen, weil eine Verspätung der Bahn anscheinend nicht nur ein deutsches Phänomen ist. Der fehlende Schlaf machte sich bei den Spielern auch auf dem Feld bemerkbar, als es gegen den TSG Oberursel MJA ranging. So vergaßen einige Routiniers die einfachsten Handballregeln und wurden immer wieder für ihre Regelbrüche von den Schiedsrichtern geahndet. Kurz vor der Halbzeit wachten dann aber auch die letzten Spieler auf und man gewann das erste Play-off-Spiel mit 16:24. Im Achtelfinale traf man auf den TuS Traunreut, die wohl so wenig Selbstvertrauen in sich selbst hatten, dass sie aus anderen Mannschaften die besten Spieler rekrutierten. Die eigentlich bayerische Mannschaft kommunizierte auf dem Spielfeld nur auf Englisch. Das muss unsere U19 wohl so sehr verdutzt haben, dass sie nicht mehr ihre volle Leistung abriefen und sich mit 20:8 geschlagen gaben.