mC-Jugend 2022/2023

Jahrgang 2008 / 2009

 

Mannschaftbild folgt...

 

Trainer: Michael Arnold, Wolfgang Külls, Steffen Geißendörfer

Training:
Dienstag: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr  Realschulhalle Neusäß
Donnerstag: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr  Realschulhalle Neusäß

Landesliga-Quali der mC

Es wird ernst – dritte Qualtifikationsrunde – vier Mannschaften – die ersten zwei kommen in die Landesliga! Landesliga – ja/nein – das war das beherschende Thema die letzten Wochen. Nach Absprache im Team haben sich die Jungs vorab mehrheitlich für einen Verzicht zum Antritt in der Landesliga entschieden. Die quälende Frage vorher – gibt es in Summe drei Mannschaften, die nicht aufsteigen wollen oder sind wir die Einzigen!? Wilde Strategien und Theorien wurden aufgestellt, wie ein Aufstieg zu verhindern sei.

Jetzt war es so weit – acht Jungs aus dem Team waren bereit, sich dem Abenteuer zu stellen – wohlwissend, nicht als Sieger nach Hause zu gehen – hoffentlich!? Alle sitzen aufgeregt in der Kabine – die Kinder mehr, die Trainer weniger – oder umgedreht? ;-) Was ist, wenn wir gewinnen? Aber auch die Neugier – könnten wir gewinnen? Hätten wir das Zeug für die Landesliga? Viele Fragen – große Unsicherheit und die Absicht, nicht als Letzter aus dem Turnier zu gehen.

Erster Gegner, der auf uns wartete, war der Gastgeber Freising. Wir wollten auf jeden Fall erstmal zeigen, was wir so können. Wir starteten in optimaler Besetzung der Positionen. Unser Team wie auch die Gegner gingen das Spiel noch etwas verschlafen an. Robin konnte uns nach gut drei Minuten mit dem 1:0 in Führung bringen. Das war der Weckruf für den Gegner der nach weiteren drei Minuten mit 4:1 vorne lag. Es wurde deutlich, dass der Gegner überlegen und auf einen Sieg aus war. Die Jungs mussten sich nicht zurückhalten, waren in Anbetracht unseres Zieles allerdings nicht maximal motiviert. Weitere drei Minuten Kampf und Tobi bescherte uns das 4:2. Nach zwei Gegentoren traf Moritz zum 6:3. Die gegnerische Abwehr war für uns nur schwer zu knacken und drängte uns sehr offensiv zurück. Zur Halbzeit gingen wir mit dem Stand von 8:3 in die Kabine zurück. Nachdem wir wussten, wo wir stehen - neuer Plan: Wir weichen von den gewohnten Positionen der Spieler ab, probieren die Jungs da aus, wo wir sie gerne hinentwickeln würden oder auch wo sie mal gerne spielen wollen. Motto: Ausprobieren, Spaß haben – für uns ist das hier schließlich nur so eine Art Freundschaftsspiel. In der zweiten Halbzeit schlugen wir uns trotz ungewohnter Positionen erfreulich gut. Zu verdanken war das vor allem Levin, der uns mit drei Toren auf der Halbposition und einem enormen Drang nach vorne überraschte. Nach dem Abschlusstor von Tizi endete die Partie mit 18:8

Zweiter Gegner war nach einer Pause Blumenau. Die Ansage in der Kabine an die Jungs: Hier zeigen wir, was wir können – als Letzter wollen wir nicht aus dem Turnier ausscheiden. So kam es dann auch. Tobi brachte uns in den ersten zwei Minuten zum 2:0. Nachdem der Gegner den Ausgleich erzielte, brachte uns Robin wieder in Führung. Nach weiteren Treffern durch Robin, Levin und Tobi erreichten wir die Halbzeit mit einem stabilen 7:5 ohne Einbruch unserer Dominanz. Nach der Halbzeit konnten wir durch weitere drei Tore diese Führung halten und führten in der 23. Minute mit 10:8 - den Sieg vor Augen. Unglückliche Versuche auf das Tor bzw. daneben brachte das Team in der 26. Minute beim 10:9 noch einmal ins Schwitzen. Die Jungs zeigten aber, wie abgebrüht sie sein können und spielten die letzten Minuten überlegen runter. Der verzweifelte Gegner fing sich eine Minute vor Schluss noch eine Zwei-Minuten-Strafe ein und wir konnten das Spiel mit 10:9 für uns entscheiden.

Dritter Gegner: Anzing. Den Jungs war schon anzumerken, dass nur ein Auswechselspieler auf der Bank in die Knochen geht. Übereinkommen in der Kabine: Wir mobilisieren nochmal die letzten Kraftreserven für eine Führung nach der Halbzeit. Steffen, der unser Spiel live über nuLiga verfolgt, soll den Eindruck gewinnen, wir qualifizieren uns. Gleich zu Spielbeginn brachte uns Robin in Führung, anschließend punktete der Gegner dreimal. Nach einer Aufholjagd konnte in der siebten Minute der Ausgleich zum 5:5 erzielt werden. Der kleine Kader und erste erschöpfte Spieler, die um Einwechslung baten, ließen im Zusammenhang mit dem eingeschränkten Kampfeswillen nach Zielerfüllung das Spiel kippen. Zur Halbzeit Stand es 11:6 für Anzing. In der zweiten Spielhälfte konzentrierten wir die letzten Kräfte auf unsere Angriffe – der Weg zurück in die eigene Hälfte fiel dem Kräftesparen zum Opfer. Das forderte etwas die Moral unseres Torwartes Moritz Sturm, der aber bis zuletzt Kampfeswillen zeigte. Mit seinen Paraden konnte er zeigen, dass er mit den gegnerischen Torhütern, die allesamt hervorragende Leistungen zeigten, uneingeschränkt mithalten kann. Das Zeug für die Landesliga hätte unser Moritz schon mitgebracht! Mit dem Endergebnis von 14:21 gewann schließlich Anzing.

Zum Ende noch der Verweis auf die Torstatistik pro Spieler, bei der Robin mit insgesamt zwölf Toren den zweiten Platz erreichte und Landesligaqualitäten bewies. Nicht in der Statistik zu erkennen ist Flo, der durch sein gutes Timing bei Einläufen den Gegner immer wieder in Situationen brachte, die uns Siebenmeter bescherten. Abgesehen von seinem Kampfeswillen in diesem Turnier (ich erinnere mich an eine Szene beim gegnerischen Gegenstoß…) - in der ausländischen Presse würde vermutlich stehen: "Deutsche Panzer rollen wieder!“  ;-) 

Wir haben die Erkenntnis gewonnen, dass uns mit dem vollen Kader und dem Willen zum Sieg, der zweite Platz sicher gewesen wäre – so die einhellige Meinung der Mannschaft. Mit diesem guten Gefühl trat die Mannschaft zufrieden die Heimreise an und freut sich jetzt darauf, Titelfavorit in der ÜBOL zu sein!

mC holt Turniersieg in 2. Qualifikationsrunde zur Landesliga am 22.05.2022

Wow, was´n Tag!!! Am 22.5. spielten unsere Jungs das 2. Quali-Turnier. Durch unseren Sieg in der 1. Runde waren wir „aufgestiegen“ zur Qualifikation für die Landesliga und trafen dort auf die Mannschaften des SV Mering (Sieger Quali ÜBOL Turnier 17), SV München Laim (Zweiter Landesliga Turnier 8) und SBC Traunstein (Sieger Quali ÜBOL Turnier 9). Die Vorgabe: Wir müssen den ersten oder zweiten Platz belegen, um sicher unsere Zielmarke ÜBOL zu erreichen.

Mit dem Heimvorteil im Rücken waren wir, aus meiner Sicht, in der Favoritenrolle. Aber wie das dann mit Favoriten so ist: Das erste Spiel gegen den SV Mering haben wir verdient mit 12:14 verloren. Einige Abwehrschwächen, gerade in der ersten Halbzeit, und mangelnde Bewegung im Angriff, dazu die Neigung, den gegnerischen Torwart anzuschießen, brachten uns einen ordentlichen Dämpfer für unsere hochfliegenden Ziele. Ab jetzt hieß die Devise: Kämpfen! Die Beobachtung des nächsten Spieles zwischen Laim und Traunstein ergab, dass wir mit Laim noch einen sehr starken Gegner vor uns hatten.

Immerhin konnten wir in unserem zweiten Spiel gegen Traunstein einigermaßen die schmerzliche Niederlage abschütteln und siegten deutlich mit 13:4. Gerade die Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit war überragend, sodass die Oberbayern nur ein Tor erzielen konnten und auch die Abteilung „Offensive“ überforderte den Gegner mit schnellerem Passspiel und guten Kombinationen. Nachdem Mering gegen die Münchner verloren, aber gegen Traunstein (wegen Verletzungspech mit nur noch einem Auswechselspieler - Respekt an die Meringer-Jungs!) gewonnen hatte, war klar, dass wir unbedingt erstens gewinnen und zweitens mit mindesten zwei Toren Abstand gewinnen mussten, sonst hätten wir unser Ziel nicht erreicht und uns hätte in der 3. Quali-Runde sogar die Gefahr des „Abstiegs“ in die ÜBL gedroht.

Entsprechend deutlich war die Ansprache in der Kabine. Dann ging es raus und bereits in der ersten Halbzeit wurde klar: Hier wird einem nichts geschenkt! Die starke offensive und aggressive Abwehr der Laimer musste durch schnelles Spiel nach vorne überwunden werden und die Abwehr konnte sich nicht auf einzelne Spieler konzentrieren, da die Münchner über alle Positionen torgefährlich waren. Auch der Halbzeitstand von 8:8 war nicht eben beruhigend. Außerdem wurde unserer Mannschaft in der Pause klar gemacht, dass wir mit mindestens zwei Toren Abstand gewinnen müssen. Also raus in die zweite Hälfte und macht drei Dinge: „Tore, Tore, Tore!!!“

Und jetzt kam eine Galavorstellung unserer Jungs mit all den Tugenden, die sie so weit gebracht haben: starke Abwehr, nervenstarker Aufbau von Noah und Moritz K. und schnelles Spiel hinter die Abwehrreihe des Gegners durch Moritz S. und Levin. Immer wieder konnten sich Tobi über den Kreis und Robin über Rechtsaußen durchsetzen. Und in der 23. Minute war es dann so weit: das erste Mal der Zwei-Tore-Vorsprung! Die Münchner wurden zunehmend nervös und scheiterten ein ums andere Mal an unserer Abwehr und unserem überragenden Torhüter Noah H. In der letzten Minute machte Moritz S. mit einem schnellen diagonalen Angriff den Deckel drauf. Endstand: 16:12. Vier Tore Vorsprung, das bedeutete den Turniersieg! In der Kabine haben wir dann noch einen leisen Schrei rausgelassen und die nette Weise angestimmt: „So seh'n Sieger aus…“

Jungs, ihr habt euch toll zusammengerissen und unser gemeinsames Ziel erreicht: Uns ist die ÜBOL nicht mehr zu nehmen! Die Pflicht ist erfolgreich erfüllt, das dritte Quali-Turnier für die Landesliga ist die Kür.

Hier noch ein paar statistische Zahlen zum Genießen:

Torschützenliste

Platz 1, Robin mit überragenden 17 Treffern

Platz 3, Tobi mit 8 Treffern

Platz 6, Moritz K. mit 7 Treffern

7-Meter-Schützen

Platz 1, Flo (mit den Nerven aus Stahl) mit 3 Toren bei 4 Versuchen (der vierte war auch drin, war nur leider leicht übertreten)

Turnier der mC in der 1. Qualifikationsrunde zur ÜBOL am 08.05.2022 in Neusäß

Nach dem jahrgangsbedingten Spielerwechsel im April musste die neue mC-Mannschaft am vergangenen Sonntag in der 1. Runde zur Qualifikation zur überregionalen Bezirksoberliga (ÜBOL) in der Eichenwaldarena zeigen, was sie kann. Dass die Jungs ein gutes Team sind, war uns Trainern im Vorfeld klar. Schließlich haben die „Alten“ vom Jahrgang 2008 mit sieben der „Jungen“ vom Jahrgang 2009 aus der Mannschaft, die in der vergangenen Saison überragend Meister der mD wurde, schon zusammen in der mC gekämpft und waren damit eingespielt. Die große Frage war aber: Wie gut sind wir wirklich und können wir das, was wir zu leisten in der Lage sind, auch umsetzen?

Die Antwort auf diese Frage gab es bereits im ersten Spiel gegen den starken SC Vöhringen. Zwei individuell sehr starke Spieler im Rückraum und am Kreis machten es unserer Abwehr zu Beginn schwer und so konnte die gegnerische Mannschaft immer wieder in Führung gehen. Dennoch kamen die Gäste nie über einen 2-Tore-Vorsprung hinaus. Zur Halbzeit stand es dann 11:12. Es zeichneten sich aber schon im Verlauf des Spieles die Stärken unserer Mannschaft ab: Flexibles Spiel, Kombinationen und eine Kaltschnäuzigkeit, die uns als Trainer am meisten fasziniert hat. So blieben die Jungs ruhig und gewannen immer mehr Sicherheit und in der 27. Minute konnten die TSVler dann in Führung gehen, die sie bis zum Ende des Spieles auch nicht mehr hergaben (trotz leichter Wackelmomente in der letzten Minute in doppelter Unterzahl). Das Spiel endete verdient mit einem 23:22-Sieg unserer Mannschaft.

Die zweite Begegnung gegen die SG Kaufbeuren-Neugablonz war dagegen eher unspektakulär. Zusammenfassend lässt sich über das Spiel sagen: „Das ist ein richtig dreckiges Spiel!“ (Zitat eines Spielers) und es endete deutlich mit 20:11.

Nach dem gewonnenen Turnier steht als nächste Aufgabe die 2. Qualifikationsrunde an. Diese findet am Sonntag, den 22.05.2022, wieder in der Eichenwaldarena von Neusäß statt. Wir dürfen dann als Gäste die Mannschaften von der SV Mering, der SV München Laim und dem SBC Traunstein begrüßen.

Jungs, wenn Ihr weiter so spielt und als Team auftretet, können wir auch dieses Turnier zusammen rocken!!!

Eure Trainer

Saisonbericht mC 2021/22

Es war nicht gerade eine Mission Impossible, aber die Sterne zum Start in die neue Saison 2021/22 standen nicht eben günstig: Trainerwechsel, Übergabe wichtiger C-Spieler an die männliche B-Jugend, damit diese halbwegs sicher eine Mannschaft stellen konnten, dafür Eingliederung von D-Jungs, damit die C einen tragfähigen Kader hatte und nicht zuletzt die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Aber die Begeisterung der Burschen, mit der sie sich durch das Online-Training, den Waldläufen und den Freilufttrainingseinheiten bei drei Grad über Null und leichtem Schneefall gekämpft haben, hat den jungen Wilden unseren höchsten Respekt eingebracht und uns ermutigt, mit dieser Truppe anzutreten.

Unser Kader bestand am Anfang aus zwei Spielern des Jahrgangs 2007 (Adam und David A. - später kam dann noch Paul dazu), sieben Spielern des Jahrgangs 2008 (David K., Finn, Flo, Julian, Levin, Moritz S., Niclas), zwei „festen“ 2009ern (Moritz K. und Tobi) und vier 2009er-Spingern (Noah A., Noah H., Robin, Tizian). Die Aufgabe für das Trainerteam (Mike, Steffen und Wolfgang) und die Zielsetzung für diese Saison war klar: die Jungs zusammenführen, ein Niveau suchen und finden und lebend und möglichst vollzählig aus den Spielen herauskommen. Den Jungs und uns war klar: Mit dieser Küken-Mannschaft wird es sehr schwer werden, gegen die jahrgangsälteren und deutlich größeren und breiteren (und behaarteren) Teams zu bestehen. Da uns unsere körperliche Unterlegenheit bewusst war, haben wir im Training die Schwerpunkte auf Technik, Laufwege, Spielzüge und vor allem auf Zusammenarbeit gelegt.

Als Team Building Maßnahme haben wir für die Jahrgänge 2007 bis 2009 das Wochenende direkt nach den Sommerferien im Fasshotel in Beilngrieß verbracht. Insgesamt nahmen 19 Jungs unter der strengen Aufsicht von fünf Betreuern (Danke an dieser Stelle an Peter und Markus) teil. Am Lagerfeuer kamen Talente zum Vorschein, die im schnöden Trainingsbetrieb völlig unbekannt waren: Wolfgang und Mike spielten die Gitarre wie einst Jimi Hendrix und aus den rauen Kehlen der Burschen kamen Laute, die bei guter Witterung als Gesang erkannt werden konnten. Der zweiter Tag stand dann unter dem Motte „Entern und Kentern“. Die sonst so idyllische Altmühl wurde zum Schauplatz heftiger Wasserschlachten und so manches Boot fand sich dann kielaufwärts treibend und deren Besatzung schnatternd am Ufer wieder. Gottseidank haben es dann alle - wider Erwarten - bis zur Ausstiegsstelle geschafft und die Sonne und die Bewegung brachte wieder Wärme in die geschundenen Körper und Seelen. Maßgeblich als Stimmungsaufheller war dann das immens große Grillfleischangebot am Abend. Während wir am Vortag noch daran gezweifelt haben, ob man die hungrige Meute überhaupt einmal satt bekäme, mussten wir die letzten Fleischportionen in kleine Häppchen teilen, damit sie überhaupt noch Platz im überbeanspruchten Magen fanden. Müde, aber immer noch abenteuerlustig sind wir am nächsten Tag zunächst in das Erlebnis Tropfsteinhöhle Schulerloch eingestiegen, um uns dann beim Sommerrodeln Appetit für das Mittagessen in Riedenburg zu holen, bevor wir uns - natürlich völlig verspätet - auf den Rückweg machten.

 

Ja und dann begann der harte Alltag des Spielbetriebs. Schon vor Beginn unseres ersten Spieles gegen den TSV Bobingen machte der Blick auf die Größenverhältnisse zur gegnerischen Mannschaft dem einen oder anderen Sorgen. Aber aufgrund von Spielfreude und technischer Überlegenheit konnten wir das Spiel lange Zeit bestimmen, mussten aber gegen Ende den körperlich Stärkeren den - wenn auch knappen - Sieg überlassen. Leider ging auch im darauffolgenden Spiel gegen Schwabmünchen II unsere Mannschaft, trotz guter Leistung, nicht als Sieger vom Platz (nicht zuletzt wegen - na, sagen wir - verbesserungswürdiger Schiedsrichterleistung …). Erst die SG 1871 Augsburg/Gersthofen hat uns tatsächlich die Grenzen unsere Möglichkeiten zu der Zeit aufgezeigt. Trotz dieser Nackenschläge haben die Jungs Rückgrat bewiesen und auch im Training gezeigt, dass sie sich verbessern wollen. Dann kam eine coronabedingte Zwangspause im Dezember und es mussten einige Spiele verschoben werden. Leider standen damit nach der Weihnachtspause noch einmal einige - im wahrsten Sinne des Wortes - Schwergewichte auf dem Spielplan: leider ging auch das Heimspiel gegen Schwabmünchen II - wieder knapp - verloren. Gegen die SV Mering haben wir uns dann viel vorgenommen und schlurften dann doch als 2. Sieger vom Platz - ein absoluter Tiefpunkt für die Mannschaft und uns Betreuer und mir kamen langsam Zweifel, ob unser „Perspektivteam“ aus überwiegend jungen Spielern nicht mit dieser Aufgabe überfordert war und dann die Lust verlieren könnte. Aber, wie es so mit Tiefpunkten ist: Jetzt ging es nur noch aufwärts! Zwischenzeitlich hat sich unsere Mannschaft mit Niclas F. und Nathanael verstärkt und der deutliche Sieg gegen Dinkelscherben brachte wieder Mut und Schwung zurück und viele spürten das Gefühl: „Wir können auch siegen!“ Leider hat dann das Coronavirus auch sein Gastspiel in unserem Team gegeben und sowohl der Spielbetrieb als auch das Training ruhten für drei Wochen über Fasching. Das bedeutete wieder eine Verschiebung von Spielen. Allerdings konnten die Jungs direkt an ihr Leistungsniveau von vor der Zwangspause anknüpfen und schlugen in einem denkwürdigen Spiel die zu dieser Zeit führende und ungeschlagene Mannschaft des TSV Bobingen deutlich mit fünf Toren Unterschied (Oje, beim Abpfiff hatte ich echt Pipi in den Augen!). Danach folgten dann noch fünf Spiele in schneller Abfolge, wovon zwei gewonnen und drei unentschieden gespielt wurden. Erwähnt werden sollte hierbei noch das letzte Spiel gegen den späteren Gruppensieger, die SG 1871 Augsburg/Gersthofen: Trotz eines Unentschiedens fühlte es sich wie ein Sieg an, weil uns hier ein technisch gleichwertiges aber körperlich überlegenes Team gegenüberstand, gegen das wir im ersten Aufeinandertreffen eine ordentliche Klatsche bekommen hatten.

Was machte unser Spiel aus? Gerade unsere drei guten Freunde Max, Henry und Leo zusammen mit der individuellen Spielstärke im Rückraum gaben uns im Angriff die nötige Unberechenbarkeit und die Doppelpässe Kreis – Rückraum – Kreis waren bundesligatauglich. Auch die Außenpositionen wurden gut bedient und waren häufig erfolgreich. Mit unserer Aluminiumquote dürften wir Liga-Spitzenreiter sein. Auch die Würfe von 7m sind verbesserungswürdig. In der Abwehr leisteten die Jungs tolle Arbeit, wobei hier oft etwas zu sachte an den Gegner herangegangen wurde. Dies lässt sich auch aus der Statistik ersehen: Von insgesamt 119 Gelben Karten in der Gruppe, haben wir nur 17 kassiert (eine davon für den Trainer…) und bei 89 Zeitstrafen waren unsere Jungs nur 12 Mal dabei. Die Reaktion der Schiedsrichter reichte auch von „nicht so zaghaft“ bis „eine der technisch besten Abwehren die ich gesehen habe“. So ist es schon bemerkenswert, wenn wir als Betreuer dann auch einmal die Weisung ausgeben mussten: „Spielt aggressiver!“, was die Jungs auch richtig umgesetzt haben: Früher am Gegner, Wurfarm blockieren, Aushelfen.

Zusammenfassung: Jungs, Ihr habt eine ungeheure Entwicklung mitgemacht! Wir als Betreuer sind wahnsinnig stolz auf euch und wir freuen uns darüber, euch auch in der nächsten Saison begleiten zu können. Unser Wunsch dazu: Spielt weiter als ein Team, habt Bock auf Handball und Kopf hoch, auch in schwierigen Phasen!

Spielverlauf

Sa.         02.10.2021         TSV Bobingen    TSV Neusäss      23:22     

So.         24.10.2021         Schwabmünchen II         TSV Neusäss      25:23

So.         21.11.2021         TSV Neusäss       SG 1871 Augsburg/Gersthofen 20:29

So.         30.01.2022         TSV Neusäss       Schwabmünchen II         16:18

Sa.         12.02.2022         SV Mering           TSV Neusäss      25:21

Sa.         12.03.2022         TSV Neusäss       Dinkelscherben               32:15

Di.          15.03.2022         TSV Neusäss       TSV Bobingen    23:18

So.         20.03.2022         Kissinger SC                      TSV Neusäss      26:26

Sa.         26.03.2022         Dinkelscherben  TSV Neusäss      11:25

So.         27.03.2022         TSV Neusäss       SV Mering          35:23

Sa.         09.04.2022         TSV Neusäss       Kissinger SC       32:32

Di.          05.04.2022         SG 1871 Augsburg/Gersthofen   TSV Neusäss      25:25

Wie Ihr alle wisst, bereitet mir Lob immer körperliche Schmerzen. Neben der Gesamtleistung als Team muss ich doch einige Spieler hervorheben:

Moritz S. und Noah H., die Kerle zwischen den Pfosten: Von allen Torhütern, die ich bei den Spielen gesehen habe, seid Ihr objektiv mit Abstand die Besten in der Gruppe gewesen. Da es leider keine entsprechende Statistik gibt, ihr aber stets der große Rückhalt des Teams gewesen seid, danken wir euch beiden an dieser Stelle ausdrücklich, auch im Namen der Mannschaft.

Noah A. und Moritz K. , die Regisseure: Ihr habt die Jungs auf der Platte sehr gut dirigiert und durch hohen Einsatz mit Kopf und Technik das Spiel unserer Mannschaft bestimmt. Dafür unseren allergrößten Respekt!

Julian und Niclas F., die schwere Artillerie von links und rechts: Zunächst einmal großer Dank an dich, Niclas. Du hast im Laufe der Saison die Doppelbelastung, sowohl bei der mB-, als auch bei der mC-Jugend mitzuspielen, auf dich genommen und das Team immens verstärkt und in sechs Spielen 35 Tore erzielt. Und jetzt zu dir, Julian: mit 104 Toren in neun Spielen und einer Quote von 11,56 Toren pro Spiel bist du mit großem Abstand Torschützenkönig der Gruppe geworden! Dank und Ehre eimerweise über dich!

Tobi, der Killer am Kreis: wurfgewaltig, instinktiv immer am richtigen Fleck, ungeheuer beweglich und zweikampfstark! Mit deinen 63 Treffern belegst du den Platz 5 der Torschützenliste der Gruppe. Du hast eine erstaunliche Entwicklung in dieser Saison mitgemacht und wir sind absolut davon überzeugt, dass du uns und der Mannschaft auch in der kommenden Saison viel Freude bereiten wirst.

So, am Ende meines Berichts über eine bewegte Saison, ein kleiner Ausblick - unter Corona-Vorbehalt - auf die nächste Saison:

Wir starten mit 15 Spielern, rein aus den Jahrgängen 2008 und 2009. Das Team ist in großen Teilen eingespielt und wir haben uns für die Qualifikation zur ÜBOL angemeldet. Das Trainerteam bleibt in unveränderter Besetzung bestehen. Auch das gesellschaftliche Leben soll nicht zu kurz kommen: Wir haben das Berghaus in Wiederhofen für das Wochenende vom 16. bis 18. September zusammen mit der mB-Jugend gebucht.

Danke noch einmal an die Jungs und an alle Helfer und speziell auch an die Eltern für euer Vertrauen und eure Unterstützung!

Michael, Steffen, Wolfgang

mC holte sich vorzeitig den Meistertitel

Als hätten sie geahnt, dass es diese Saison leider etwas schneller gehen musste als üblich, krönten sich die C-Jungs der Neusässer Handballer bereits im 14. von eigentlich 16 Saisonspielen vorzeitig zum Meister in der Überregionalen Bezirksliga Südwest. Ohne einen einzigen Verlustpunkt war die Mannschaft um Trainergespann Ulrich UFo Fronza und Stephan Bühne bis zum Titel nur so durchmarschiert.
Ein kleiner Rückblick: Direkt nach den Osterferien war es so weit - das Team startete in die Vorbereitung für die kommende Saison. Wie üblich gab es auch in diesem Jahr den großen Umbruch bei den Jugendmannschaften. Der Großteil der alten C-Jugend wechselte in die B-Jugend, dafür rückten viele ambitionierte Spieler aus der D-Jugend nach. Mit insgesamt 13 Spielern, regelmäßig unterstützt von drei Talenten aus der D-Jugend, hatte man eine solide Grundlage, um mit einer guten Spielerstärke die Saison in der ÜBL zu bestreiten. Eine Neuerung gab es auch auf der Trainerbank: Der schon im vorigen Jahr als Meister-Trainer sehr erfolgreiche UFo wurde jetzt unterstützt von Jungtrainer Stephan Bühne.

Die äußerst junge Mannschaft (nur vier der 13 Spieler waren aus dem älteren Jahrgang 2005) schlug sich in der Liga insgesamt fantastisch. Sie startete direkt mit ihrem höchsten Saisonsieg (38:8) in die neue Spielzeit 2019/20 und gewann in den folgenden Monaten eine Partie nach der anderen. Dabei kam es zu teils sehr eindeutigen Ergebnissen, es gab aber auch härtere Gegner wie die Teams aus Gersthofen oder Leipheim, welche die Mannschaft sehr forderten. Besiegen konnte Neusäß allerdings keiner von ihnen. So stand die mC nach 14 Begegnungen mit eindrucksvollen 28:0 Punkten unangefochten an der Tabellenspitze und sicherte sich bereits vorzeitig die Meisterschaft, bevor der Spielbetrieb aufgrund der aktuellen Situation leider abgebrochen werden musste.

Als Belohnung für die Leistungen wurden Mannschaft und Trainer im Laufe der Saison dankenswerterweise vom Hausmeisterservice Hensel mit einem Trikotsatz und Traineranzügen ausgestattet. Die noch ausstehende Meisterfeier kann hoffentlich bald nachgeholt werden. Das haben sich die Jungs und ihre Meister-Trainer auf jeden Fall verdient!